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BOSOZOKU - noch mehr von den japanischen Rockern

Am 1. April 2002 wurden 322 Teilnehmer gez├Ąhlt. Die Stimmung war exzellent, das Wetter pr├Ąchtig. Aber es hatte am Tag vorher noch geschneit und in den H├Âhenlagen lag noch kr├Ąftig Schnee. Ich versuchte erst allein eine Anfahrt ├╝ber eine Gebirgsstra├če, mu├čte dann allerdings umkehren.

 

Am Zielort Mochiya trafen wir auf eine Gruppe von Bosozoku. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr dazu, bis es schlie├člich so gut 100 waren. Ich bat Osumi-san und Kato-san mit den Bosozoku zu sprechen. Man war erst etwas zur├╝ckhaltend, dann jedoch ├╝berwand man die Furcht und siehe da: das waren ja ganz normale japanische Jungs, mit denen man ganz normal sprechen konnte! Sofort zeigten sie uns voller Stolz ihrer Motorr├Ąder (sie haben ├╝brigens auch die Angewohnheit, sofort nach der Ankunft ihre Maschinen zu putzen) und erkl├Ąrten uns die Details.

 



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Am 1. April 2002 wurden 322 Teilnehmer gez├Ąhlt. Die Stimmung war exzellent, das Wetter pr├Ąchtig. Aber es hatte am Tag vorher noch geschneit und in den H├Âhenlagen lag noch kr├Ąftig Schnee. Ich versuchte erst allein eine Anfahrt ├╝ber eine Gebirgsstra├če, mu├čte dann allerdings umkehren.

 

Am Zielort Mochiya trafen wir auf eine Gruppe von Bosozoku. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr dazu, bis es schlie├člich so gut 100 waren. Ich bat Osumi-san und Kato-san mit den Bosozoku zu sprechen. Man war erst etwas zur├╝ckhaltend, dann jedoch ├╝berwand man die Furcht und siehe da: das waren ja ganz normale japanische Jungs, mit denen man ganz normal sprechen konnte! Sofort zeigten sie uns voller Stolz ihrer Motorr├Ąder (sie haben ├╝brigens auch die Angewohnheit, sofort nach der Ankunft ihre Maschinen zu putzen) und erkl├Ąrten uns die Details.

 

Sie fahren ausschlie├člich japanische Maschinen, meist 400er aus den 70er und 80er Jahren, z.B. Honda CBX400, auch die Ram Air-Suzukis etc. Das tollste sind alte CB750. Die Maschinen werden folgenderma├čen umgestaltet: lackiert mit Metallflitter-Lack wie in den 70er Jahren. Ein Apehanger-Hochlenker oder ein zur├╝ckgebogener Hochlenker mit eng parallel nebeneinander stehenden Griffen. Vorn (zum Hochlenker!) eine Rennverkleidung oder ein "Asahi": Das ist ist eine ma├čst├Ąbliche Verkleinerung der Windschutzscheibe mit olivfarbener Segeltuchsch├╝rze, wie die alten Armee-Harleys sie hatten. Die Sitzbank geht hinten mit einem Schwung hoch oder hat sogar eine integrierte Lehne. Auspuffanlagen sind kurz und offen. Deckel f├╝r Prim├Ąrtrieb und Z├╝ndung sind oft aus Plexiglas. Viele Teile sind goldfarben verchromt. Die Nummerschilder werden entweder waagerecht angebracht, beidseitig nach hinten gebogen oder einfach mit R├╝ckseite nach au├čen angeschraubt.

 

Sp├Ąter kam die Polizei und schaute sich kurz die Maschinen an. Zu bem├Ąngeln hatte sie nur etwas an einer BMW! Unsere R1150R-Ausstellungsst├╝ck war n├Ąmlich noch nicht angemeldet und hatte gar kein Nummernschild. Aber wir waren ja auf einem Parkplatz und das Ding war nicht gefahren worden, insofern auch in Ordnung. Zufrieden mit Welt und sich zogen die Ordnungsh├╝ter wieder ab.

 



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Zum Dress Code: Man tr├Ągt in der Regel einen einfarbigen halbkugelf├Ârmigen Halbschalenhelm mit einem geraden Plastikschirm, etwa im Stil der Jockey-Helme. Dazu einen weit geschnittenen, grellfarbigen Anzug aus Kunstfaser. Als Fu├čbekleidung einen Einheitsstiefel: relativ hoch, hellbraun, mit Rei├čverschlu├č. Wahrscheinlich ein Motorradstiefeltyp der f├╝nfziger Jahre.

 

Nat├╝rlich gibt es etliche Varianten, aber dies ist der typische Bosozoku.

 

Ich habe den Eindruck, dass diese Jungens richtig bitterb├Âse wirken wollen und von der Gesellschaft und der Presse auch so gesehen werden. In Wirklichkeit gehen sie aber alle tags├╝ber ihrer Arbeit nach und spielen dann am Wochenende B├╝rgerschreck. Aber: hier und da gibt es dann auch wirklich Zoff!

 

Copyright by FJS und Dr. Hans-J├Ârg Geduhn

 

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