Illustration

Was das alles koschd...

Japan-Tagebuch Kapitel 23 - Ende Oktober 1999

 

Alles ist ungefähr doppelt so teuer wie in D, die Yen springen mir nur so aus der Tasche: Ein dünnes Sandwich mit Thunfisch 4 Mark, eine Tasse Kaffee fünf Mark, ein Glas Kilkenny-Bier 0,5 Liter 20 Mark, Eintritt ins Hotel-Schwimmbad mit Sauna 55 Mark – ich werde also jeden Tag so um die 200 Mark los, ohne toll gelebt oder jemand zum Essen mit Schnapsorgie eingeladen zu haben. Nur Zigaretten sind billig, die kosten rund 5 Mark pro Schachtel mit 20 Stück.

 

Ich komme mit den Menschen und dem Land sehr gut klar und fühle mich als TOKYO SURVIVOR, denn ich war schon einige Male per Motorrad in Tokyo und bin auch sonst schon alleine durch die Gegend gefahren. Die "Autobahn", die von Makuhari aus nach Tokyo führt, mündet in eine lange, lange, doppelstöckige Stahlbrücke, die sich weit übers Wasser nach Tokyo reinspannt. Sie heißt RAINBOW BRIDGE und erinnert mich sehr an die GOLDEN GATE BRIDGE in San Fancisco.

 

Wenn ich da drüber fahre, wird mir ganz sentimental ums Herz und ich denke: Es ist einfach prima, durch das Fenster, das man sich selbst geöffnet hat, die Welt anzusehen. Ich möchte der Welt irgendwann einmal etwas zurückgeben für das, was sie mir in meinen 52 Lebensjahren schon so reichlich gegeben hat: Lebensgefühl und Lebensfreude, tolle Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre. Vielleicht kann ich in meinem Leben irgendwann einmal sozial tätig werden, mit Kindern oder alten Menschen arbeiten, das täte mir schon gut gefallen.

 

Copyright by FJS

 

Zu den Bildergalerien meines Japan-Tagebuch

 

Zurück zur Auswahl Japan-Tagebuch