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Hotel oder Privat-Unterkunft

Japan-Tagebuch Kapitel 32 - Ende Oktober 1999

 

K├╝rzlich habe ich mir eine Privat-Unterkunft bei einer alten Dame, die Zimmer an Studenten vermietet, angesehen. Echte japanische Zimmer mit Tatami-Matten und so! Aber: Von wegen "Japanische Wohnkultur", wie man sie in B├╝chern ├╝ber Japan abgebildet sieht und in Texten geschildert bekommt. Bei der alten Dame war alles ziemlich schmutzig und die Zimmer waren keinesfalls typische Pensions-Zimmer mit Bett und Schrank und so, wo man seine Sachen reintun kann, sondern eher Abstellkammern, voll mit Kruscht: Gestapelte Teetassen, kitschige Puppen, eine davon stand gar in einem (wasserlosen ) Aquarium. Auch gro├če K├Ąfer wohnten in den Zimmern, einige davon flogen durch die Gegend. Pro Zimmer wollte sie rund 1.000 Mark im Monat, aber ich denke, das ist mir zu teuer f├╝r den gebotene Dreck. Da bleibe ich lieber im Hotel f├╝r rund 3500 Mark im Monat.

 

W├╝rde ich ein 60 qm gro├čes Appartement in Chiba beziehen, m├╝sste ich rund 2500 Mark Miete berappen. Zus├Ątzlich noch einmal 700 Mark f├╝r einen Autoparkplatz. Plus Strom, Wasser, Heizung ÔÇô und Bettw├Ąsche, putzen m├╝├čte ich auch selbst. In Tokyo w├Ąr's noch teuerer: 90.000 bis 100.000 Mark im Jahr werden dort veranschlagt f├╝r ein Appartement. Na, im Hotel ist's bequemer. Und falls mir der Sinn nach "Gro├čem Wohnzimmer" steht, gehe ich runter in die Lobby und fletz' mich auf die Couch. Oder in die BarÔÇŽ

 

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